Nuntii de hymno:
Links:
-www.euroclassica.net
-http://www.novascoop.com/article.php3?id_article=4987
-http://www.krone.at/index.php?http://wcm.krone.at/krone/C00/S2/A3/object_id__14599/hxcms/
-http://www.news.at/index.html?/articles/0406/15/74871_s3.shtml
Litterae Praesidentis Unionis Europae, Herman Van Rompuy, II/2010

Vor der Weltpremiere in Baden, der "Stadt der Europahymne"

Links die Aussenministerin Benita Ferrero-Waldner mit Ehemann, rechts der Verfasser der Hymne, in der Mitte der Bürgermeister der Stadt Baden.
Europäisches Informations-Zentrum Niedersachsen (16.3.2004) (im
Web)
Erster Text für die Europa-Hymne
Eine lateinische Europa-Hymne soll die künftig 25 Mitgliedsländer enger aneinander binden
Wien, 16.03.2004. Die Europa-Hymne hat jetzt einen Text bekommen. Der Österreicher Peter Roland, Inhaber einer privaten Europa-Akademie in Wien, hat einen - vorerst inoffiziellen - Text zur Hymne verfasst. In lateinischer Sprache sollen die Europäer gemeinsam mit den Worten "Est Europa nunc unita" künftig Beethovens "Ode an die Freude" intonieren.
Seit 1972 ist der letzte Satz von Ludwig van Beethovens 9. Symphonie die Hymne des Europarats. Bei der Komposition ließ sich Beethoven von Schillers Gedicht "Ode an die Freude" inspirieren. Offizielle Hymne der Europäischen Union ist die "Ode an die Freude" seit 1986. Im Auftrag des Europarats arrangierte Stardirigent Herbert von Karajan verschiedene Instrumentalfassungen, also ohne Text - auf den wartete die Hymne bis heute.
Roland hatte die Idee, zumindest bei der Hymne dem Sprachwirrwarr Einhalt zu gebieten, das nach dem Beitritt von zehn neuen Mitgliedsländern zur EU am 1. Mai 2004 noch größer werden wird. Wenigstens die gemeinsame Hymne sollte von allen EU-Bürgern gemeinsam gesungen werden können. Roland argumentiert, dass das Latein mit gutem Recht als die eigentliche Muttersprache der Europäer bezeichnet werden könne. Sein Vokabular und seine Struktur liegen den romanischen, germanischen und slawischen Sprachfamilien zugrunde. Latei sei auch die einzige europäische Sprache, die Aussicht habe, von allen europäischen Völkern als Text ihrer gemeinsamen Hymne ohne gegenseitige Eifersucht anerkannt zu werden.
Prodi erfreut über Initiative
Anlässlich seines Besuchs am 2. Februar in Wien wurde dem Präsidenten der Europäischen Kommission, Romano Prodi, in der österreichischen Vertretung der EU-Kommission eine CD mit der in Latein gesungenen Europa-Hymne überreicht. Laut einer Pressemitteilung der Vertretung zeigte sich Prodi "höchst erfreut" über diese Initiative.
04. Februar 2004 - WDR 5 "Morgenecho"
Radiosendung von Kurt Gerhardt: Europa-Hymne mit lateinischem Text
Sendung hören
Wie Beethovens „Ode an die Freude“ die europäische Seele in Wallung zu setzen vermag, das hat den Wiener Lateinlehrer Peter Roland schon immer beeindruckt. Und da hat er sich gedacht:
(O-Ton)
„Um wieviel größer müßten die Emotionen, um wieviel schöner das Zusammengehörigkeitsgefühl sein, wenn's auch einen gemeinsamen Text gäbe.“
Daß dieser Text in der Sprache eines der Mitgliedsstaaten der EU verfaßt sein könnte, schloß er aus, selbst wenn die Sprache Englisch wäre. Die Franzosen wären sicher nicht bereit, das neue Europa auf Englisch zu besingen, meinte er. Was lag also näher, als einen Hymnentext in der Sprache zu schreiben, die als einzige während vieler Jahrhunderte in Europa geistigen Austausch ermöglicht hat.
Gesagt, getan.
(O-Ton)
„Ich hab‘ dann eben versucht, diesen Text möglichst einfach, möglichst klar zu schreiben, mit Wörtern, die ja auch einem Nicht-Lateiner, zum Teil wenigstens, bekannt sein könnten.“
... was zum Beispiel für die Formulierung „una in diversitate“, vereint in Vielfalt, gelten dürfte. Sie kommt gleich in der ersten Strophe vor, die lautet:„Est Europa nunc unita
et unita maneat;
una in diversitate
pacem mundi augeat.“Auch mit geringen Latein-Kenntnissen wird man darauf kommen, daß das bedeutet:
„Vereint ist nun Europa, und vereint möge es bleiben. In Vielfalt geeint, möge es den Frieden in der Welt mehren.“
Und mit ähnlich frommen Wünschen geht es noch zwei Strophen weiter. Mit seinem Werk zog Roland, um ganz sicher zu gehen, zur Fakultät für Klassische Sprachen der Wiener Universität, wo er Zustimmung erntete.
Als nächstes mußte sich erweisen, daß der Text sich gut singen läßt. Hierzu erbot sich Wiens feinste Choradresse, der „Singverein“, und der meinte:
(O-Ton, Chorgesang, 1. Strophe)
Der vorgestern in Wien weilende Präsident der EU-Kommission Romano Prodi war angeblich begeistert, als ihm eine CD mit dem Opus überreicht wurde.
Lateinisches ist ihm in Brüssel nicht fremd. Das Ratsgebäude der EU trägt ein Schild mit der Aufschrift „Consilium“. Die finnische EU-Präsidentschaft, im zweiten Halbjahr '99, pflegte Berichte über Ratssitzungen auf Latein zu veröffentlichen. Im Wappen des Europäischen Gerichtshofs steht „Curia“. Die Europäische Aktiengesellschaft firmiert unter SE - Societas Europaea. Im Straßburger Parlament wurde schon eine Rede auf Latein gehalten. Und unvergessen ist der britische Labour-Abgeordnete Derek Enright, der in der Bar des Hohen Hauses zu später Stunde gern die lateinische Fassung von „Yellow Submarine“ schmetterte.
Neulich haben sich in Wien die Botschafter von achtundzwanzig Mitglieds- und Beitrittsstaaten der EU sängerisch an Rolands Werk versucht. Es soll - „in diversitate“ - doch recht „una“ geklungen haben.
Die Presse, 31. Jänner 2004
pizzicato
Selten noch hat ein Beitrag in dieser feinen Kolumne so prächtige Lesefrüchte getragen wie unsere Erwähnung der sprachübergreifenden Europahymne in lateinischer Sprache. Wie sie komplett laute, ward gefragt. Hier also die Schöpfung des Wiener Sprachkünstlers Peter Roland (zur Melodie der "Ode an die Freude" zu singen):
Est Europa nunc unita
et unita maneat;
una in diversitate
pacem mundi augeat.Semper regnant in Europa
fides et iustitia
et libertas populorum
in maiore patria.Cives, floreat Europa,
opus magnum vocat vos.
Stellae signa sunt in caelo
aureae, quae iungant nos.Wer weiß, vielleicht wächst aus unserem winzigen "pizzicato" noch ein kräftiger Baum. Das wäre doch ein hübscher Beweis für die Macht des Wortes - über alle Sprachbarrieren in der EU hinweg. hws
Aussendung der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich
am 3. Februar 2004
Prodi begeistert über Text zur Europahymne
Dem Präsidenten der Europäischen Kommission, Romano Prodi, wurde auf Initiative der EU-Vertretung in Wien anlässlich seines gestrigen Wien-Besuches eine CD mit einem Textvorschlag zur Europahymne überreicht. Die Europäische Hymne ist Beethoven's Ode an die Freude, die bisher jedoch ohne Text gespielt wird. Der Autor des Textvorschlages ist der Leiter der gleichnamigen Maturaschule Dr. Peter Roland. Er begründete seine Initiative gegenüber Präsident Prodi damit, dass erst das gemeinsame Singen einer Hymne das für ein vereintes Europa dringend notwendige Zusammengehörigkeitsgefühl hervorruft. Keine der lebenden Sprachen der EU würde für eine gemeinsame Hymne akzeptiert werden, daher habe er den Text in einem leicht verständlichen Latein verfasst und die wesentlichsten Kernelemente der Europäischen Union darin zum Ausdruck gebracht. Im Text angesprochen werden das Einigungs- und Friedenswerk der Europäischen Union, das Motto „in Vielfalt vereint“, die Freiheit der Völker und die großen noch bevorstehenden Aufgaben. Präsident Prodi zeigte sich höchst erfreut über diese Initiative.
Peter Roland übergibt die CD mit der Europahymne an den Präsidenten der EU-Kommission, Romano Prodi.
Links im Bild der Leiter der Vertretung der EU-Kommission in Österreich, DI Karl Doutlik.
Sprachen-Babel
Unsere Kollegin Pia Maria Plechl beherrschte die Kunst noch. Als sie ein wissenschaftliches Dokument im Vatikan zu interpretieren hatte, begann sie auf Englisch, übersetzte dann ins Französische, bis sie der Hl. Vater gütig unterbrach: Ob sie vielleicht ins allgemein verständliche Latein wechseln könnte? Die "pmp" konnte - und wie! Frei! Ohne Netz! Das ist lange her. Umso bedeutsamer mutet es uns an, dass kürzlich die Diplomaten jener zehn Staaten, die am 1. Mai 2004 der EU beitreten werden, in Wien Beethovens Europahymne gesungen haben. Gemeinsam. Und wie? Na, eben auf Lateinisch. Der Text stammt vom Latein-Professor Peter Roland : "Est Europa nunc unita". Uns dünkt dies eine der besten Ideen seit langem. "Ich habe mir gedacht, ich schaffe eine vollendete Tatsache, an der keiner vorbei kann", setzte er pfiffig hinzu. Die Rückkehr zur Sprache der abendländischen Humanisten - das wäre die wahre europäische Integration. Die Enkel werden's vielleicht erleben. Uns bleibt ja immer noch der Paukerkurs in der weithin bekannten Maturaschule des Herrn Professors. hws
Wiener stellt Europahymne vor
Anlässlich einer feierlichen Flaggenübergabe am Mittwoch in Wien trugen die diplomatischen Vertreter alter und neuer EU-Mitgliedsländer die Hymne erstmals öffentlich vor.
Wien - Dem Wiener Juristen und Latein-Professor Peter Roland, der einen dreistrophigen lateinischen Text zur Melodie der Europahymne geschaffen hat, ist es ein Anliegen, sein Werk in Europa zu verbreiten und es zur offiziellen Hymne der Union zu machen.
Sollten die Pläne Rolands aufgehen, hätte die EU ein weiteres, von einem Österreicher stammendes Symbol. Nach den Euro-Geldscheinen, die von dem Designer Robert Kalina entworfen wurden, gäbe es dann auch eine gemeinsame Hymne aus österreichischer Feder.
Im Folgenden die Hymne "Est Europa nunc unita" im lateinischen Wortlaut:
Est Europa nunc unita
et unita maneat;
una in diversitate
pacem mundi augeat.
Semper regant in Europa
fides et iustitia
et libertas populorum
in maiore patria.
Cives, floreat Europa,
opus magnum vocat vos.
Stellae signa sunt in caelo
aurea, quae iungant nos.
Die folgende inhaltliche Wiedergabe des Textes auf Deutsch (die nach Angaben der Autoren keine direkte Übersetzung oder Nachdichtung darstellt) ist dem Beiheft zur CD-Aufnahme der Hymne mit dem Wiener Singverein entnommen:
Europa ist nun vereint
und vereint möge es bleiben;
seine Einheit in der Vielfalt
möge zum Weltfrieden beitragen.
Immer mögen in Europa herrschen
Glaube und Gerechtigkeit
und die Freiheit seiner Völker
in einem größeren Vaterland.
Bürger, Europa möge blühen,
eine große Aufgabe ruft euch.
Goldene Sterne am Himmel sind
die Symbole, die uns verbinden mögen.
Lateinforum.at
Europahymne: Est Europa nunc unita
www.lateinforum.at
Eine hervorragende Textierung der Europahymne zur Musik Beethovens ist Dr. Peter Roland aus Wien gelungen. Die Hymne wurde vom Wiener Musikverein unter Harald Prinz eingespielt und liegt in einer toll aufgemachten CD vor. Das perfekt gelayoutete Beiheft enthält neben dem Vorwort den lateinischen Text und eine Inhaltsangabe in allen 20 EU-Sprachen. Eine tolle Sache. Sehr empfehlenswert.
Bestelladresse:Europa-Akademie Dr. Roland
Neubaugasse 43, 1070 Wien